Seehofer wagt Prognose: "Es kann sein, dass die AfD nicht in den Deutschen Bundestag einzieht"

Nach dem einstelligen Ergebnis der AfD bei der Saarland-Wahl wagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer heute in München die Prognose, dass es nicht sicher sei, dass die AfD in den Deutschen Bundestag einzieht. Manche hielten dies für eine reichlich kühne Prognose, aber, so Horst Seehofer: "Das hängt in erster Linie von uns ab." Die Parteien, und zwar besonders die Volksparteien, müssten sich um die Anliegen kümmern, die die Menschen beschäftigen und eine "kluge Politik" machen. Und konkrete Maßnahmen nennen, ohne die Parolen der AfD zu übernehmen. "Das hat die größte präventive Wirkung gegen politischen Radikalismus", sagte Seehofer. Originalton Horst Seehofer

Fragen an Horst Seehofer

Im Anschluss an den Europatag der CSU in Unterschleißheim (Wahlkampf-Veranstaltung u.a. mit Angela Merkel) stand Horst Seehofer den wartenden Journalisten einige Minuten für Fragen zur Verfügung. Originalton Horst Seehofer Herr Ministerpräsident, wie stehen Sie zu Karl-Theodor zu Guttenberg? Ich bin zufrieden mit der Haltung unseres Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, der klare Prinzipien der Marktwirtschaft hier vertreten hat. Und er hat meine persönliche Unterstützung und auch die Unterstützung seiner gesamten Partei. Wir sind aber auch Demokraten: wenn eine Entscheidung zustande gekommen ist, dann arbeiten wir natürlich an einer vernünftigen Umsetzung dieser Entscheid

Dr. Ludwig Spaenle (CSU) über 40 Jahre türkische Migration + Integration und die bayerische Landtagswahl 2003

Foto: Michael LucanZeki Genç spricht mit Dr. Ludwig Spaenle (CSU) über 40 Jahre türkische Migration und Integration sowie über die bevorstehende Landtagswahl am 21. September 2003 in Bayern. Auszug aus dem Gespräch: Dr. Ludwig Spaenle: "Ich stelle drei Dinge fest:Der Islam ist die drittgrößte Religionsgemeinschaft in unserem Land. Nicht nur in Bayern: in Deutschland. Und dies wird auf Dauer so sein, weil sich sehr viele muslimische Mitbürger dafür entschieden haben. Das war vielleicht noch vor wenigen Jahren - oder vor 10 Jahren - noch anders. Da hat man vielleicht einen zeitlich begrenzten Horizont gesehen, in dem man Deutschland als Aufenthaltsort wählt. Das hat sich grundlegend verände